Obwohl der Film noch nicht geschnitten ist, muss in wenigen Tagen der Filmtitel feststehen… “Cowboys in Lederhosen” war der bisherige Arbeitstitel, und da er inhaltlich nicht ganz korrekt ist (ausgerechnet unser Cowboy trägt keine Lederhosen…) denke ich über eine Änderung nach. Gibt es Vorschläge eurerseits? Oder findet ihr den Arbeitstitel einfach unschlagbar? Ich weiß, ihr kennt den konkreten Inhalt des Films nicht. Aber im Allgemeinen ist es mir wichtig, dass das Zusammentreffen von Deutschland und Texas im Titel klar wird, also höchstwahrscheinlich basierend auf Klischeevorstellungen (Deutschland: Oktoberfest, Dirndl, Lederhosen, Wurst, Pretzels, Bier etc. / Texas: Cowboys, Pickups, Coyoten, Freiheit, Wilder Westen, Guns etc.). Das könnte also in so eine Richtung gehen: “Ein Prosit auf Texas”, “We are all Bavarians”, “Freiheit and Gemuetlichkeit”… Alles nicht so wirklich toll, deshalb meine Frage an euch: Habt ihr Ideen??? Der Titel kann zum Beispiel auch auf einer Redewendung basieren, oder Englisch und Deutsch mischen, was auch immer. Bin für jegliche Denkanstöße dankbar! Gerne auch per Email!
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Ich weiß, ein Update ist schon lange fällig… zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass mich das Sichten, Protokollieren und Organisieren meines Materials in den letzten Wochen regelrecht aufgefressen hat. 88 Stunden Rohmaterial sind eben kein Pappenstiel. Aber jetzt bin ich durch!!! Alles gesehen, alles haarklein notiert, jetzt kann es losgehen mit dem Konzipieren und Schneiden! Nach dem ursprünglichen Zeitplan hätte ich damit bereits vor zwei Wochen anfangen sollen. Aber darüber sollte ich jetzt nicht nachdenken, sondern lieber einfach loslegen mit der Arbeit.
In den letzten Wochen herrschte also Ausnahmezustand - und bis zur Diplomabgabe Ende Januar wird sich das wohl auch nicht ändern. Was das im Konkreten bedeutet, kann man sich ja denken: Nackenverspannungen, viereckige Augen, dreckige Wohnung, Fertigpizza und Nudeln mit Pesto, Rückenschmerzen, Panik-Attacken, Lustlosigkeit, verstärkter Kaffee-, Cola- und Alkoholkonsum, klaustrophobische Anfälle, Vernachlässigung von Familie und Freunden, Appetitlosigkeit, und so weiter und so fort. Völlig überflüssiger Zusatz-Stress blieb mir leider nicht erspart: geschlagene fünf Wochen lang wurde unser Bad aufgrund eines Wasserschadens komplett saniert, in dieser Zeit hatten wir also weder Dusche noch Waschmaschine in der WG. Es kostete Zeit und Nerven ständig zum Duschen und Wäsche waschen außer Haus gehen zu müssen, hinzu kam der tägliche Baustellenlärm ab 8 Uhr früh direkt neben meinem Arbeitszimmer… Staub und Schutt überdeckten schließlich Tag für Tag von Neuem die ohnehin vernachlässigte Wohnung, was aber wenigstens Ausrede genug war, um nicht putzen zu müssen.
Eigentlich wollte ich auch sämtliche gedrehte Interviews (insgesamt ca. 18 Stunden gesprochener Text) selbst abtippen… Solche Interviewmitschriften sind extrem wichtig, damit ich anhand der Texte inhaltlich weiterarbeiten kann und die wichtigen Sätze wiederfinde. Diese Arbeit selbst zu erledigen ist sinnvoll, da man währenddessen einen tiefen Einblick in das Material bekommt und bereits bewusst oder unterbewusst selektiert. Dennoch musste ich aus Zeitgründen den Job abgeben… Nena Adamik tippte dankenswerterweise in den letzten zwei Wochen alle Interviews für mich ab - jetzt muss ich die ca. 270 Seiten “nur” noch lesen und auswerten.
Letzten Donnerstag kam Herr Wagner, mein Erstprüfer, aus Stuttgart angereist, um einen Einblick in mein Material zu bekommen. Kaum zu glauben, aber sechs Stunden reichten nicht ganz aus, um einen Überblick über sämtliche Protagonisten und Drehorte zu geben. Dennoch konnten einige Ideen zum Konzept überdacht und neue entwickelt werden.
Leider kann ich es mir nicht leisten zwischen Weihnachten und Silvester ein paar Tage frei zu machen. Fest und Braten beschränken sich also auf das Nötigste. Erstaunlich genug, dass ich es geschafft habe Geschenke aufzutreiben und zu verschicken - was wäre die Welt nur ohne Online-Shopping!
In diesem Sinne wünsche ich allen treuen Lesern eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2008!
Für alle Google Earth-Fans haben wir unsere Route (einschließlich der besuchten Orte und einiger Fotos) in Google Earth angelegt: Alle Straßen, alle Restaurants, alle Übernachtungen, alle Umwege und alle Drehorte. Für uns zur Erinnerung - für alle Anderen zum Stöbern. Außerdem unerlässlich für eine Reise zu den Originalschauplätzen des Films ![]()
Einfach das .kmz-File (103 KB) herunterladen (Rechte Maustaste und “Ziel speichern unter…”) und in Google-Earth öffnen.
Viel Spaß.
Ich habe in den letzten Wochen unglaublich viel über mich selbst und über das Drehen eines Dokumentarfilms gelernt. Das impliziert natürlich auch, dass ich das Gefühl habe, einiges hätte besser machen zu können…
Letztlich waren fünf Wochen recht knapp bemessen. Denn neben den eigentlichen Dreharbeiten stand auch das Suchen und Finden von geeigneten Protagonisten und Orten an. Und die Strecken in Texas sind eben doch sehr weit. Aber ich will nicht jammern, denn selbst von TV-Sendern finanzierte Dokumentarfilmproduktionen haben oftmals nicht mehr Zeit für Recherche und Dreharbeiten vor Ort.
Ich habe bei Weitem nicht alle Personen treffen können, mit denen ich vorher von Deutschland aus Kontakt aufgenommen hatte. Das wurmt, weil ich das Gefühl hatte, eventuell die spannendste Person oder die perfekte Umgebung zu verpassen. Ich hatte mir vorgenommen, möglichst viele Menschen zu treffen und dann erst die passenden Orte und Personen auszuwählen. Jedoch gestaltete sich dieses Vorhaben bereits in der ersten Drehwoche als äußerst schwierig, da gleichzeitig einige wichtige Events auf dem Terminplan standen, die ich unbedingt besuchen und mit der Kamera festhalten wollte. Außerdem wollte ich auch keine spontanen Gelegenheiten verstreichen lassen, und so fingen wir sofort mit dem Drehen an, sobald wir auf Protagonisten gestoßen waren, die interessant wirkten und mit denen sich gute Drehsituationen ergaben. Das war auch wichtig, um herauszufinden, wie sie sich vor der Kamera verhalten. So sammelte ich Material, während ich eigentlich noch mitten im Recherche- und Auswahlprozess war. Ein notwendiges Vorgehen, was aber auch Zeit und Festplattenkapazitäten kostete.
Im Laufe der ersten Drehhälfte hatte ich einige Personen getroffen, darunter auch die mittlerweile feststehenden Protagonisten. Teils waren diese Treffen nur sehr kurz, so dass ich zwar einen ersten (guten) Eindruck hatte, aber nicht sicher gehen konnte, wie sich die Arbeit mit ihnen noch entwickeln würde und wie sie später im Film zusammenpassen würden. Aus Zeitgründen konzentrierte ich mich dennoch auf sie, anstatt noch weitere Personen und Orte abzuklappern. Ich hatte Glück! Bei keinem der ausgewählten Protagonisten stellte sich im Laufe der Wochen das Gefühl ein, wir seien auf dem Holzweg. Im Gegenteil… Wie und ob sich das Material jedoch am Ende wirklich zusammenfügen, also in eine Dramaturgie und einen Spannungsbogen bringen lässt, werde ich wohl erst im Prozess des Sichtens und Schneidens herausfinden können.
Das Zusammenspiel von Recherche und Dreh ist ein Aspekt, den ich in Zukunft optimieren möchte.
Ein anderer Punkt, bei dem ich mit mir selbst nicht ganz zufrieden war, war die Interviewführung. Meiner Meinung nach eine der schwierigsten Aufgaben des Dokumentarfilmregisseurs. Hier ist das Kennen der Interviewpartner, Einfühlungsvermögen, eine sehr gute Vorbereitung und hohe Konzentration gefragt. Oft stellten sich mir während des Interviews spontane Fragen, und ich versuchte sie der Reihe nach in meinem Hinterkopf zu speichern, zu ordnen und im richtigen Moment abzurufen. Das gelang mir aber nicht immer, stattdessen fielen mir einige dieser Fragen erst später wieder ein, als ich zu Bett ging. Einerseits fehlte es wohl an ausgiebiger Vorbereitung und zum Anderen an Konzentration. Beides Resultate von Zeitmangel und Müdigkeit. Meine ausstehenden Fragen konnte ich zwar zum Großteil bei weiteren Treffen irgendwie unterbringen, aber manchmal war das dann eben nicht mehr der richtige Augenblick oder die passende Stimmung.
Obwohl die Dreharbeiten beendet sind, liegt noch viel Arbeit vor mir. Ich habe gerade angefangen die 88 Stunden Rohmaterial zu sichten. Das Material befindet sich in digitaler Form auf vier externen Festplatten (Maxtor OneTouch III TE) mit insgesamt 5500 GB Speicherplatz. (Wir waren mit drei Festplatten in die Staaten geflogen, mussten uns dann aber noch eine weitere vor Ort kaufen, da der Speicherplatz nicht reichte…) In jeder Maxtor OneTouch arbeiten zwei Festplatten, so dass die Daten automatisch gespiegelt sind. Würden wir auf diese doppelte Sicherung verzichten, wären also eigentlich nur 2250 GB Speicherplatz belegt…
Ich werde die nächsten Wochen damit beschäftigt sein, das Material zu sichten, zu sortieren, organisieren, katalogisieren und Interviews zu protokollieren, bevor ich mit dem Schnitt anfangen kann. Ich spiele mit dem Gedanken, den Film länger als 60 Minuten werden zu lassen. Ein abendfüllender Film zwischen 75 und 90 Minuten wäre toll. Ich bin mir dabei aber bewusst, dass ich das den Zuschauern nur dann antun kann, wenn es das Material tatsächlich zulässt und der Spannungsbogen über eine so lange Zeit aufrecht erhalten werden kann. Es ist also abzuwarten, ob diese Gedanken möglicherweise nur Utopie bleiben.
Bevor ich für heute Schluss mache, möchte ich unbedingt noch ein Buch empfehlen, das mir sehr weitergeholfen hat: “Das Gefühl des Augenblicks. Zur Dramaturgie des Dokumentarfilms” von Thomas Schadt. Es vermittelt wirklich hilfreiche und praktisch anwendbare Informationen zur Theorie und Praxis des Dokumentarfilms - und das in einem verständlichen und lockeren Schreibstil. 2002 zum ersten Mal erschienen und mittlerweile ein Klassiker in der Dokumentarfilmbranche. Ich habe das 300-Seiten-Werk regelrecht verschlungen.
Übrigens… das Blog ist mit unserer Rückkehr von den Dreharbeiten nicht beendet! Ihr werdet weiterhin über das Entstehen meiner Diplomarbeit auf dem Laufenden gehalten. Und es wird bestimmt auch Bilder und evtl. sogar Filmausschnitte zu sehen geben. Also schaut ab und zu mal vorbei, es lohnt sich!
- 10750 Meilen (17300 km) geflogen
- 3841 Fotos geschossen
- 4335 Meilen (6977 km) auf texanischen Straßen zurückgelegt
- 10x bei Starbucks gewesen
- 12 Nächte in Motels verbracht
- 35x geduscht
- 39 Insektenstiche bekommen (Mosquitos, Fire Ants, Spiders…)
- 88 Stunden Rohmaterial gefilmt
- 75x „It’s nice to meet you!“ gesagt
- 13 Tage deutsche Musik gehört
- 28 Drehtage durchgestanden
- 22x Fast Food gegessen
- 1x bei Mc Donald’s gegessen
- 662x über Dips und Bumps gefahren
- 17 Nächte bei Sarah in Manor geschlafen
- 3x Deutschland vermisst
- 84 Rehe gesehen
- 5500 Gigabyte Festplattenkapazitäten ausgeschöpft
- 2 Tage zum Ausspannen gehabt
- 21 tote Rehe gesehen
- 99 Liter Kaffee getrunken
- 10x New Braunfels besucht
- 3.021.846 Insekten mit der Windschutzscheibe gekillt
- 25x die Autoscheiben geputzt
- 34 Burger gegessen
- 11 Visitenkarten zugesteckt bekommen
- 5x bei Chili’s gegessen
- 15 Minuten Luckenbach
- 6 Tage Houston
- 4x gekränkelt
- 46 Stockwerke in weniger als 6 Sekunden gefahren (Fulbright Tower Houston)
- 2 Stockwerke in mehr als 30 Sekunden gefahren (University of Texas, Austin)
- 22 Flugstunden abgesessen
- 8x in Fredericksburg gewesen
- 1 Mikrofon verloren
- 36x „May I have the receipt, please?“ gefragt
- 5x durch den Security Check am Flughafen gejagt
- 57 Liter Dr. Pepper getrunken (Regular, Diet, Vanilla, Diet Vanilla, Cherry, Cherry Vanilla, Diet Cherry Vanilla)
- 7 Nächte zu Gast bei Mary und Barry Irwin (New Braunfels) gewesen
- 116 überfahrene Stinktiere, Hunde, Katzen, Waschbären und Undefninierbares gesehen
- 0 Armadillos (Gürteltiere) gesehen
- 824 Liter Benzin für nur 414,39 Euro getankt!
- 2 Mietwagen runtergenudelt
- 36 Tage Fleisch gegessen
- 623 Interviewfragen gestellt
Unsere letzte Drehwoche hatte es ganz schön in sich. Acht Drehtage am Stück, und zwar in folgender Reihenfolge: Austin, Doss, Austin, New Braunfels, La Grange, Doss, New Braunfels. Schlecht geplant, wird der ein oder andere jetzt vielleicht sagen… Dieser etwas ungute Ablauf ergibt sich jedoch daraus, dass wir versuchen mussten, am Ende noch einmal alle Protagonisten vor die Linse zu holen. Außerdem waren wir an Ereignisse gebunden, wie etwa das Wurstfest in New Braunfels oder die Hunting Party zur Eröffnung der Jagdsaison in Doss. Dennoch: Wir haben’s überlebt und einige wichtige und tolle Bilder einfangen können. Es hat sich also gelohnt!
Zu einigen dieser letzten Stationen habt ihr ja schon ein paar Infos bekommen und Bilder gesehen… Besonders erwähnenswert ist aber natürlich noch das Wurstfest- “the ten day salute to sausage”. Geworben wird auch mit dem Spruch: “The best times are Wurst times”! Hier wird zwar viel Bier getrunken (sogar deutsches Importbier, ist allerdings etwas teurer als amerikanisches Bier), gefeiert wird aber die Wurst. Statt eines Bierfass-Anstichs wird hier eine lange Wurst angebissen… Ich will aber nicht zu viel vorweg nehmen, ihr sollt euch das Spektakel im fertigen Film ansehen. Jedenfalls meinen die Amerikaner, der einzige Unterschied zwischen dem Oktoberfest in München und dem Wurstfest in New Braunfels sei der, dass man bei ihnen Bier nur aus Plastikbechern trinken und nicht auf den Tischen tanzen dürfe. Mal sehen was ihr dazu sagt, wenn ihr den Film gesehen habt. Wir hatten jedenfalls unseren Spaß bei diesem äußerst skurrilen Event. Kleine Anekdote: Als wir Hunger bekamen, verließen wir drei Deutschen übrigens das Fest und gingen bei Chili’s Tex-Mex essen - dabei hätte es vor Ort alle nur erdenklichen Formen von angeblich deutschem Essen gegeben…
Am Montag Abend, 5. November 2007, beendeten wir die fünfwöchigen Dreharbeiten. Noch in der Nacht ging’s zurück nach Austin. Unseren letzten Tag in den Staaten verbrachten wir im Großen und Ganzen mit Highspeed-Shopping und Koffer packen. Am Abend gab es noch selbstgemachtes Chili bei Cheryl, Sarah und Kate in unserer Homebase in Manor. Um zwei Uhr nachts waren dann endlich alle Koffer gepackt, zum Teil allerdings mit erheblichem Übergewicht. (Die paar Kilo mehr wurden uns am Flughafen erlassen, trotzdem mussten wir fast 400 Dollar für unsere drei Zusatz-Koffer mit Filmequipment blechen!)
Mittwoch früh verabschiedeten wir uns wehmütig von unseren Gastgebern und von dem tollen Texas-Wetter. Alex und ich hatten einen sehr angenehmen und ruhigen Flug zurück nach Deutschland, Matthias’ Rückflug hingegen gestaltete sich als schwieriger. Sein Flieger hatte anfängliche Probleme mit den Motoren, weshalb sich nicht nur der Start um zwei Stunden verzögerte. Die Maschine konnte letzten Endes auch nicht in der üblichen Reisehöhe fliegen und verbrauchte dadurch mehr Treibstoff als vorgesehen. Statt in New York musste er in Cincinnatti zwischenlanden. Sein Anschlussflug nach Frankfurt konnte zwar umgebucht werden, so dass er kaum später als geplant am nächsten Morgen in Frankfurt eintraf - sein Gepäck blieb in Cincinnatti allerdings auf der Strecke. Glücklicherweise wurden die herrenlosen Koffer nicht gleich wegen Terrorgefahr gesprengt… Mit eineinhalb Tagen Verspätung wurden sie wohlbehalten vor seiner Haustür in Karlstadt abgeliefert.
In Anbetracht dieser Umstände können wir den seltsamen Fluggast, der in unserer Maschine direkt neben uns saß, ja nicht wirklich als störend bezeichnen. Eigentlich ein junger Typ, der einen netten Eindruck machte. Doch schnell stellte sich heraus, dass er mit der Spezies Mensch nicht wirklich viel anzufangen weiß - um nicht zu sagen, dass er Menschen verabscheute. Neben Sätzen wie “Don’t touch me!”, die sich Alex anhören musste, und Situationen, in denen er meinen Fuß angewidert zur Seite stieß, damit dieser unter keinen Umständen auf sein Hoheitsgebit der Sitzreihe rutschen konnte, war immer wieder zu beobachten, wie er kopfschüttelnd und mit verachtendem Blick die anderen Fluggäste beobachtete - sollten diese mal zu laut lachen, zu lange an der Toilette anstehen oder versehentlich etwas fallen lassen. Da hat er sich mit der Economy-Class aber auch dummerweise genau den falschen Ort für seine Lebenseinstellung rausgesucht.
Jetzt sind wir also wieder zurück in Deutschland und wurden gleich von Dauerregen und winterlichen Temperaturen begrüßt, als hätten wir das wirklich vermisst. Nein, haben wir nicht, um das noch mal klar zu stellen! Deshalb weigern wir uns seit unserer Rückkehr hartnäckig, unsere Wintermäntel bzw. -jacken anzuziehen. Nicht mehr lange aber, dann zwingt uns die Kälte in die Knie. Die Auswirkungen des Jetlag meinen wir immer noch zu spüren, aber vielleicht liegt der Grund für unsere Müdigkeit auch am schlechten Wetter. Wir haben’s jetzt schon wieder satt!
Ihr merkt, wir sind nicht so ganz froh darüber, wieder hier zu sein.
Dennoch sind wir alle froh, dass der Dreh vorbei ist. Es hat Spaß gemacht, und wir haben die Zeit in Texas sehr genossen, aber die Anstrengungen nach fünf Wochen waren genug: Jetzt fühlen wir uns alle urlaubsreif!
Am 3. November wird in Texas die Jagdsaison eröffnet - und das feiert man im Doss Country Store mit einer inzwischen legendären Hunting Party, bei der auch Presley und Vernell Arhelger nicht fehlen.
Nach der Partynacht hieß es früh aufstehen, denn gegen 11 Uhr erwartete uns schon wieder das Wurstfest in New Braunfels. Unterwegs stießen wir noch auf ein echtes Stück Wilden Westen: Luckenbach, Texas. Population: 3!
Nach einem kurzen Abstecher für einen Tag nach Austin, wo wir Halloween auf 6th Street feierten, ging es am Donnerstag Abend weiter nach New Braunfels. Dort stand der Freitag ganz im Zeichen von Wurst, denn das Wurstfest 2007 feierte seine Eröffnung (Bilder folgen bald!).
Samstag morgen mussten wir aber schon wieder aufbrechen nach La Grange zu unserem letzten Treffen mit Rodney und Mary Koenig in ihrem Wochenendhaus. Dort sah unser Drehplan gerade mal vier Stunden Aufenthalt vor, bevor es am Abend erneut nach Doss ging…







































































