Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /www/htdocs/w00b1aa9/filmpages/ppp/blog/wp-includes/cache.php on line 36

Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /www/htdocs/w00b1aa9/filmpages/ppp/blog/wp-includes/query.php on line 21

Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /www/htdocs/w00b1aa9/filmpages/ppp/blog/wp-includes/theme.php on line 540

Deprecated: Function split() is deprecated in /www/htdocs/w00b1aa9/filmpages/ppp/blog/wp-content/plugins/mygallery/mygallery.php on line 435
Catergory Archive for ‘Allgemeines’ at Pretzels Polka and the Pursuit Of Happiness

Archive for the 'Allgemeines' Category Page 2 of 3



Ausnahmezustand

Ich weiß, ein Update ist schon lange fällig… zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass mich das Sichten, Protokollieren und Organisieren meines Materials in den letzten Wochen regelrecht aufgefressen hat. 88 Stunden Rohmaterial sind eben kein Pappenstiel. Aber jetzt bin ich durch!!! Alles gesehen, alles haarklein notiert, jetzt kann es losgehen mit dem Konzipieren und Schneiden! Nach dem ursprünglichen Zeitplan hätte ich damit bereits vor zwei Wochen anfangen sollen. Aber darüber sollte ich jetzt nicht nachdenken, sondern lieber einfach loslegen mit der Arbeit.

In den letzten Wochen herrschte also Ausnahmezustand - und bis zur Diplomabgabe Ende Januar wird sich das wohl auch nicht ändern. Was das im Konkreten bedeutet, kann man sich ja denken: Nackenverspannungen, viereckige Augen, dreckige Wohnung, Fertigpizza und Nudeln mit Pesto, Rückenschmerzen, Panik-Attacken, Lustlosigkeit, verstärkter Kaffee-, Cola- und Alkoholkonsum, klaustrophobische Anfälle, Vernachlässigung von Familie und Freunden, Appetitlosigkeit, und so weiter und so fort. Völlig überflüssiger Zusatz-Stress blieb mir leider nicht erspart: geschlagene fünf Wochen lang wurde unser Bad aufgrund eines Wasserschadens komplett saniert, in dieser Zeit hatten wir also weder Dusche noch Waschmaschine in der WG. Es kostete Zeit und Nerven ständig zum Duschen und Wäsche waschen außer Haus gehen zu müssen, hinzu kam der tägliche Baustellenlärm ab 8 Uhr früh direkt neben meinem Arbeitszimmer… Staub und Schutt überdeckten schließlich Tag für Tag von Neuem die ohnehin vernachlässigte Wohnung, was aber wenigstens Ausrede genug war, um nicht putzen zu müssen.

Der Blick aus meinem Fenster.5,5 TerraByte.Interviewprotokolle.Überblick verschaffen.Jede Aufnahme wurde katalogisiert und bewertet: 2.141 Einträge in einer Excel-Tabelle.

Eigentlich wollte ich auch sämtliche gedrehte Interviews (insgesamt ca. 18 Stunden gesprochener Text) selbst abtippen… Solche Interviewmitschriften sind extrem wichtig, damit ich anhand der Texte inhaltlich weiterarbeiten kann und die wichtigen Sätze wiederfinde. Diese Arbeit selbst zu erledigen ist sinnvoll, da man währenddessen einen tiefen Einblick in das Material bekommt und bereits bewusst oder unterbewusst selektiert. Dennoch musste ich aus Zeitgründen den Job abgeben… Nena Adamik tippte dankenswerterweise in den letzten zwei Wochen alle Interviews für mich ab - jetzt muss ich die ca. 270 Seiten “nur” noch lesen und auswerten.

Letzten Donnerstag kam Herr Wagner, mein Erstprüfer, aus Stuttgart angereist, um einen Einblick in mein Material zu bekommen. Kaum zu glauben, aber sechs Stunden reichten nicht ganz aus, um einen Überblick über sämtliche Protagonisten und Drehorte zu geben. Dennoch konnten einige Ideen zum Konzept überdacht und neue entwickelt werden.

Leider kann ich es mir nicht leisten zwischen Weihnachten und Silvester ein paar Tage frei zu machen. Fest und Braten beschränken sich also auf das Nötigste. Erstaunlich genug, dass ich es geschafft habe Geschenke aufzutreiben und zu verschicken - was wäre die Welt nur ohne Online-Shopping! :)

In diesem Sinne wünsche ich allen treuen Lesern eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2008!

It’s not over yet!

Übrigens… das Blog ist mit unserer Rückkehr von den Dreharbeiten nicht beendet! Ihr werdet weiterhin über das Entstehen meiner Diplomarbeit auf dem Laufenden gehalten. Und es wird bestimmt auch Bilder und evtl. sogar Filmausschnitte zu sehen geben. Also schaut ab und zu mal vorbei, es lohnt sich!

Fazit

  • 10750 Meilen (17300 km) geflogen
  • 3841 Fotos geschossen
  • 4335 Meilen (6977 km) auf texanischen Straßen zurückgelegt
  • 10x bei Starbucks gewesen
  • 12 Nächte in Motels verbracht
  • 35x geduscht
  • 39 Insektenstiche bekommen (Mosquitos, Fire Ants, Spiders…)
  • 88 Stunden Rohmaterial gefilmt
  • 75x „It’s nice to meet you!“ gesagt
  • 13 Tage deutsche Musik gehört
  • 28 Drehtage durchgestanden
  • 22x Fast Food gegessen
  • 1x bei Mc Donald’s gegessen
  • 662x über Dips und Bumps gefahren
  • 17 Nächte bei Sarah in Manor geschlafen
  • 3x Deutschland vermisst
  • 84 Rehe gesehen
  • 5500 Gigabyte Festplattenkapazitäten ausgeschöpft
  • 2 Tage zum Ausspannen gehabt
  • 21 tote Rehe gesehen
  • 99 Liter Kaffee getrunken
  • 10x New Braunfels besucht
  • 3.021.846 Insekten mit der Windschutzscheibe gekillt
  • 25x die Autoscheiben geputzt
  • 34 Burger gegessen
  • 11 Visitenkarten zugesteckt bekommen
  • 5x bei Chili’s gegessen
  • 15 Minuten Luckenbach
  • 6 Tage Houston
  • 4x gekränkelt
  • 46 Stockwerke in weniger als 6 Sekunden gefahren (Fulbright Tower Houston)
  • 2 Stockwerke in mehr als 30 Sekunden gefahren (University of Texas, Austin)
  • 22 Flugstunden abgesessen
  • 8x in Fredericksburg gewesen
  • 1 Mikrofon verloren
  • 36x „May I have the receipt, please?“ gefragt
  • 5x durch den Security Check am Flughafen gejagt
  • 57 Liter Dr. Pepper getrunken (Regular, Diet, Vanilla, Diet Vanilla, Cherry, Cherry Vanilla, Diet Cherry Vanilla)
  • 7 Nächte zu Gast bei Mary und Barry Irwin (New Braunfels) gewesen
  • 116 überfahrene Stinktiere, Hunde, Katzen, Waschbären und Undefninierbares gesehen
  • 0 Armadillos (Gürteltiere) gesehen
  • 824 Liter Benzin für nur 414,39 Euro getankt!
  • 2 Mietwagen runtergenudelt
  • 36 Tage Fleisch gegessen
  • 623 Interviewfragen gestellt

Urlaubsreif!

Unsere letzte Drehwoche hatte es ganz schön in sich. Acht Drehtage am Stück, und zwar in folgender Reihenfolge: Austin, Doss, Austin, New Braunfels, La Grange, Doss, New Braunfels. Schlecht geplant, wird der ein oder andere jetzt vielleicht sagen… Dieser etwas ungute Ablauf ergibt sich jedoch daraus, dass wir versuchen mussten, am Ende noch einmal alle Protagonisten vor die Linse zu holen. Außerdem waren wir an Ereignisse gebunden, wie etwa das Wurstfest in New Braunfels oder die Hunting Party zur Eröffnung der Jagdsaison in Doss. Dennoch: Wir haben’s überlebt und einige wichtige und tolle Bilder einfangen können. Es hat sich also gelohnt!

Zu einigen dieser letzten Stationen habt ihr ja schon ein paar Infos bekommen und Bilder gesehen… Besonders erwähnenswert ist aber natürlich noch das Wurstfest- “the ten day salute to sausage”. Geworben wird auch mit dem Spruch: “The best times are Wurst times”! Hier wird zwar viel Bier getrunken (sogar deutsches Importbier, ist allerdings etwas teurer als amerikanisches Bier), gefeiert wird aber die Wurst. Statt eines Bierfass-Anstichs wird hier eine lange Wurst angebissen… Ich will aber nicht zu viel vorweg nehmen, ihr sollt euch das Spektakel im fertigen Film ansehen. Jedenfalls meinen die Amerikaner, der einzige Unterschied zwischen dem Oktoberfest in München und dem Wurstfest in New Braunfels sei der, dass man bei ihnen Bier nur aus Plastikbechern trinken und nicht auf den Tischen tanzen dürfe. Mal sehen was ihr dazu sagt, wenn ihr den Film gesehen habt. Wir hatten jedenfalls unseren Spaß bei diesem äußerst skurrilen Event. Kleine Anekdote: Als wir Hunger bekamen, verließen wir drei Deutschen übrigens das Fest und gingen bei Chili’s Tex-Mex essen - dabei hätte es vor Ort alle nur erdenklichen Formen von angeblich deutschem Essen gegeben…

Freitag, 2. November: Das Wurstfest wird mit dem traditionellen 'Biting of the sausage' eröffnet.Zehn Tage 'Spass and Gemütlichkeit' im Zeichen der Wurst und mit Bier aus Plastikbechern!...und allerlei bunten Kostümen.Amerikanische Vorstellung dessen, was Deutsche täglich essen: 'Sausage on a stick'!Ich denke, wir können ohne weiteres behaupten, in unserem Leben noch nie soviel Blasmusik (Oompha Music) gehört zu haben wie in den drei Tagen Wurstfest.In New Braunfels trafen wir auch noch mal auf Diane und Bill Moltz, in deren Haus wir am Montag noch ein paar Aufnahmen und ein kurzes Interview drehten.

Am Montag Abend, 5. November 2007, beendeten wir die fünfwöchigen Dreharbeiten. Noch in der Nacht ging’s zurück nach Austin. Unseren letzten Tag in den Staaten verbrachten wir im Großen und Ganzen mit Highspeed-Shopping und Koffer packen. Am Abend gab es noch selbstgemachtes Chili bei Cheryl, Sarah und Kate in unserer Homebase in Manor. Um zwei Uhr nachts waren dann endlich alle Koffer gepackt, zum Teil allerdings mit erheblichem Übergewicht. (Die paar Kilo mehr wurden uns am Flughafen erlassen, trotzdem mussten wir fast 400 Dollar für unsere drei Zusatz-Koffer mit Filmequipment blechen!)

Mittwoch früh verabschiedeten wir uns wehmütig von unseren Gastgebern und von dem tollen Texas-Wetter. Alex und ich hatten einen sehr angenehmen und ruhigen Flug zurück nach Deutschland, Matthias’ Rückflug hingegen gestaltete sich als schwieriger. Sein Flieger hatte anfängliche Probleme mit den Motoren, weshalb sich nicht nur der Start um zwei Stunden verzögerte. Die Maschine konnte letzten Endes auch nicht in der üblichen Reisehöhe fliegen und verbrauchte dadurch mehr Treibstoff als vorgesehen. Statt in New York musste er in Cincinnatti zwischenlanden. Sein Anschlussflug nach Frankfurt konnte zwar umgebucht werden, so dass er kaum später als geplant am nächsten Morgen in Frankfurt eintraf - sein Gepäck blieb in Cincinnatti allerdings auf der Strecke. Glücklicherweise wurden die herrenlosen Koffer nicht gleich wegen Terrorgefahr gesprengt… Mit eineinhalb Tagen Verspätung wurden sie wohlbehalten vor seiner Haustür in Karlstadt abgeliefert. ;)

In Anbetracht dieser Umstände können wir den seltsamen Fluggast, der in unserer Maschine direkt neben uns saß, ja nicht wirklich als störend bezeichnen. Eigentlich ein junger Typ, der einen netten Eindruck machte. Doch schnell stellte sich heraus, dass er mit der Spezies Mensch nicht wirklich viel anzufangen weiß - um nicht zu sagen, dass er Menschen verabscheute. Neben Sätzen wie “Don’t touch me!”, die sich Alex anhören musste, und Situationen, in denen er meinen Fuß angewidert zur Seite stieß, damit dieser unter keinen Umständen auf sein Hoheitsgebit der Sitzreihe rutschen konnte, war immer wieder zu beobachten, wie er kopfschüttelnd und mit verachtendem Blick die anderen Fluggäste beobachtete - sollten diese mal zu laut lachen, zu lange an der Toilette anstehen oder versehentlich etwas fallen lassen. Da hat er sich mit der Economy-Class aber auch dummerweise genau den falschen Ort für seine Lebenseinstellung rausgesucht.

Jetzt sind wir also wieder zurück in Deutschland und wurden gleich von Dauerregen und winterlichen Temperaturen begrüßt, als hätten wir das wirklich vermisst. Nein, haben wir nicht, um das noch mal klar zu stellen! Deshalb weigern wir uns seit unserer Rückkehr hartnäckig, unsere Wintermäntel bzw. -jacken anzuziehen. Nicht mehr lange aber, dann zwingt uns die Kälte in die Knie. Die Auswirkungen des Jetlag meinen wir immer noch zu spüren, aber vielleicht liegt der Grund für unsere Müdigkeit auch am schlechten Wetter. Wir haben’s jetzt schon wieder satt!

Ihr merkt, wir sind nicht so ganz froh darüber, wieder hier zu sein. ;) Dennoch sind wir alle froh, dass der Dreh vorbei ist. Es hat Spaß gemacht, und wir haben die Zeit in Texas sehr genossen, aber die Anstrengungen nach fünf Wochen waren genug: Jetzt fühlen wir uns alle urlaubsreif!

Ein paar Worte über Postkarten…

An alle, die in den vergangenen Wochen sehnsüchtig auf Postkarten aus Texas gewartet haben: Es gibt einfach keine Postkarten in Texas! Jedenfalls haben wir sie bisher nicht gefunden (Marktlücke!) - Alles, was es hier gibt, sieht ungefähr so aus wie das Beispiel unten. Und das wollten wir weder uns noch Euch zumuten.
Wir müssen euch dahingehend also leider enttäuschen. Aber mal ehrlich: Wir sind ja sowieso nicht zum Urlaub machen hier, wer kriegt schon Postkarten von Geschäftsreisenden ;)

Close Encounter Of The Car Kind

Bekanntlich muss man in den USA so ziemlich überall mit dem Auto hinfahren, so auch heute vom unserem Motel in Houston zum Supermarkt. Allerdings nahm diese kleine Autofahrt von Alex und mir eine unerwartete Wendung. Nach einem U-Turn auf einer zweispurigen Strasse beschleunigte ich auf der linken Spur, um die Grünphase noch zu erwischen. Dann fährt doch tatsächlich dieser grüne Pick-Up zwischen den Autos auf der rechten Spur auf meine und will seelenruhig weiterfahren. Nicht mit mir! Trotz Vollbremsung und dank regennasser Fahrbahn gelang es mir noch, ihn hinten links voll zu erwischen. Got ´Ya, Buddy! Keinem ist was passiert außer dem obligatorischen Blechschaden, dem “Fender Bender” wie man hier sagt. Wir bekommen nun wohl wieder ein neues Auto. ;) Da die Mietwagenfirma in solchen Fällen die Einschaltung der Polizei verlangt, warteten wir eine geschlagene dreiviertel Stunde auf den Officer, der niemals kam. Es gelang uns aber dann, das dritte an uns vorbeifahrende Polizeiauto zum Anhalten zu bewegen, wobei der Cop uns freundlich aber bestimmt mitteilte, dass er keine Unfälle aufnimmt und uns nur ein Formblatt aus dem Fenster reichte - zum Austausch von Adressen und Versicherungsdaten. Auf der 24-Stunden-Hotline der Mietwagenfirma ist natürlich seit Stunden niemand zu erreichen…

Ein Glück, dass der Schaden so klein ist, dass das Auto noch immer fährt… In Abwandlung einer beliebten Redensart hier in Texas: You should see the other car!

Ein Freund für’s Leben…

Hallo interessierte Leser,

da ich auch hier in Texas von vielen schon darauf angesprochen wurde, ein kurzer Exkurs über ein hier unersetzliches Equipmentteil. Der Hut – also mein Hut – der (wie ihr sicher als eifrige Bilderbetrachter schon bemerkt habt) auf meinem Kopf fest verankert ist. Er schützt nicht nur vor der hier gnadenlos brennenden Sonne, sondern kann zusätzlich als Kühlluftfächer, Sonnenblende für die Kamera und vieles mehr dienen. Natürlich ist dies in meinem Fall kein original Texas-Hut wie er hier von fast jedem getragen wird (Oftmals aus Stroh oder Filz, bei den Amis hier natürlich auch aus Plastik erwerbbar). Vielmehr handelt es sich um einen Lederhut aus einem anderen sonnengeplagten Land: Australien. Er wurde aus gutem Känguruleder gefertigt und von mir im Ursprungsland erworben. Aus schmerzlicher Erfahrung hatte ich bereits bei anderen Filmprojekten gelernt, dass ein Baseballcap zwar gut aussieht und auch die Augen vor dem Licht schützt, aber außer dem Gesicht allerdings alle anderen Kopfpartien ungeschützt bleiben. Daher der nun original australische, rundum Sicherheit bietende Outback-Hut. Gleichzeitig ist seine Krempe flexibel und ist somit weder beim Fotografieren noch beim Bedienen der Filmkamera störend im Weg. Die Vorteile, bzw. die Nachteile einer nicht adäquaten Kopfbedeckung hat Alex heute schmerzlich erfahren müssen (Stichwort Krebsrot), so dass für unseren morgigen Sonntag erstmal der Kauf eines Texas-Cowboyhutes auf dem Plan steht. Am Ende dieses Trips können wir sicherlich dann auch einen nicht repräsentativen Vergleichstest anbieten, wessen Cowboyhut – in Australien heißen die Personen allerdings Ringer – den Strapazen und Anforderungen eines Filmes besser gewachsen ist.

Sounds of the Season

Wir haben uns einen T-Mobile Wi-fi Zugang zugelegt, da wir mit unseren Laptops nirgends umsonst ins Internet können… Jetzt sind wir zwangsläufig Stammkunden bei Starbucks geworden, da das der einzige Laden zu sein scheint, der mit T-Mobile Cross-Promotion betreibt.
Nun sitzen wir also wieder hier – im Starbucks in New Braunfels – checken unsere Emails und hören Lounge-Musik. Nur kann ich mich kaum konzentrieren, da ständig eine Cockroach (riesige texanische Kakerlake mit Flügeln) um unsere Beine kriecht. Die Biester können wirklich lästig sein… hier scheint das aber niemanden groß zu beeindrucken, außer vielleicht noch die Mädels am Nachbartisch, die das Viech auch misstrauisch beobachten.

Unser dritter Tag in New Braunfels geht zu Ende. Wir haben nicht alles geschafft, was ich schaffen wollte, aber dafür ist das Material gut, denke ich. Mit Bill und Diane läuft es prima, auch wenn ich ihnen und uns jetzt erstmal eine Pause gönnen möchte. Wir werden später noch einmal hierher kommen.

Ach ja: morgen ist übrigens der erste “freie Tag” (zumindest für Alex und Matthias)! Es geht wieder zu Sarah nach Manor (bei Austin) und ich werde mich endlich um die Termine für nächste Woche kümmern können, Fragenkataloge erstellen, Material sichten und protokollieren…

(Ich habe gerade die Kakerlake mit dem Fuß verscheucht, woraufhin sie im hohen Bogen am Nachbartisch vorbei und ans Fenster geflogen ist….die Mädels sind aufgesprungen vor Schreck! Oops!)

Wir wurden heute in ein deutsches Restaurant geschleppt und aßen Jägerschnitzel (Alex hatte die texanische Variante mit Jalapenos). Die deutschen Besitzer sind vor ca. 2 Jahren hierher ausgewandert. Sie gaben mir ein kleines Interview, welches stark an die Auswandererserie “Mein neues Leben” erinnerte. Tatsächlich hatte Kabel 1 die Familie damals mit der Kamera begleitet. Anscheinend stellte ich dieselben Fragen wie die Leute von Kabel 1, denn das Ehepaar antwortete wie aus der Pistole geschossen, als hätten sie die Antworten vorher untereinander aufgeteilt und einstudiert.

Anfang November wird hier in der Stadt das “Wurstfest” stattfinden, the ten days salute to sausage. Es handelt sich um eine Art Oktoberfest (für amerikanische Verhältnisse im größeren Stil). Wer den Film “Schultze gets the Blues” gesehen hat, wird sich vielleicht an die Szene erinnern, in der Schultze auf dem amerikanischen Fest mit seinem Akkordeon auftreten soll, es dann aber nicht tut. Diese Szene wurde auf dem Wurstfest “live” gedreht – davon berichtete uns heute der Wurst Relations Director (PR-Chef) der Wurstfest Association. Wir werden den Aufbau der Zelte und der Deko festhalten und Anfang November auf dem Fest filmen.

Ansonsten geht es uns gut. Auch wenn der Kulturenclash bei uns bereits seine ersten Spuren hinterlässt: Wir fangen an, wie unsere Protagonisten Englisch und Deutsch zu mixen, teils sprechen wir (die Crew) nur noch Englisch untereinander und Deutsch mit den Protagonisten. Außerdem haben wir einen “Blas- und Volksmusik-Flash” – unsere Gastgeber hören ununterbrochen “Sounds of the Season” im Radio (und es ist gerade Oktoberfest Season!)… Ich lerne einiges über die deutsche Küche um die Jahrhundertwende und merke, wie wenig ich mich im Alpenvorland auskenne. (Beim Angucken von Deutschland-Fotoalben heißt es ständig: “Do you know Bischofswiesen/ Wallgau/ Bad Vigaun / … ? Have you been there? It’s beautiful!”)

Da fährt man also nach Texas, um etwas über Deutschland zu lernen.

Die Kakerlake hat sich mittlerweile in Alex’ Laptop-Tasche verkrochen…

Fast Food Nation

Ich hab es ja eigentlich schon immer gewusst, aber jetzt, wo ich es seit einer Woche live erlebe, muss ich eingestehen: Ich hatte ja keine Ahnung! Die Amerikaner und ihr Fast Food. So sehr wir uns im Vorfeld vorgenommen hatten, Fast Food weitestgehend zu meiden, vor Ort schaut es dann doch immer ganz anders aus. Wir können dem Fast Food nicht entkommen - und beim Drehen muss es halt immer schnell gehen. Und wenn es dann auch noch billig ist… wer sagt da schon Nein? Eines muss man ihnen aber lassen: Das Fast Food schmeckt um Welten besser als bei uns. Trotzdem tun sich von Kette zu Kette meilenweite Geschmacks- und Verdauungsabgründe auf. Und weil wir die Antworten auf die wichtigen Fragen des Lebens unseren Lesern nicht vorenthalten wollen, gibt’s ab sofort in der rechten Sidebar einen FastFoodCheck, damit Ihr den aktuellen Stand unserer Geschmackstest-und-Beliebtheitsskala ablesen könnt. ;)

Drehtag Eins