An sich finde ich es hier in Texas ja wirklich schön, aber was einem hier so über den Weg kriecht und krabbelt, das kann einem ganz schön zu schaffen machen - vor allem, wenn man nie ein großer Freund von Insekten war. Besonders Spinnen gibt es hier in den schillerndsten Farben, wobei die Wahrscheinlichkeit, einer der beiden giftigen Arten zu begegnen wohl eher gering sein soll. Jedenfalls verbringt man doch erhebliche Zeit damit, vor dem Schlafengehen in alle Ecken und Ritzen zu leuchten, um feindselige Angreifer rechtzeitig vernichten zu können. Da tut es gut, wenn die Drehtage lang und anstrengend sind, und man ohne viel Nachzudenken schnell einschlafen kann.
Vor zwei Tagen sitzt dann auch ein Skorpion auf dem Wohnzimmerteppich. Cheryl, unsere Gastgeberin in Manor, kennt da nichts und zerknirscht es zwischen zwei Schuhen. Auf meine Frage, ob der Skorpion denn auch zustechen würde, antwortet sie trocken: “I could lie to you, but to be honest: If a scorpion finds you, it will sting you. No matter, if it feels aggravated or not. It’s just his way of handling things.” (Ich könnte Dir jetzt was vormachen, aber um ehrlich zu sein: Wenn ein Skorpion Dich findet, wird es Dich stechen. Egal, ob es sich von Dir bedroht fühlt oder nicht. Das ist nun mal seine Art.)
- Aber kriecht er denn auch in die Betten?
- “Ah… well… I could lie to you again, but you know……” (Mmh… Naja… Auch in der Hinsicht könnte ich Dir was vormachen, aber……)
Ach. Die Matratze, die für mich aufgeschlagen wurde, liegt gerade Mal einen Meter entfernt - und noch einige Nächte dort vor mir.




















Das wäre ja genau das richtige Land für mich … Spinnen, Skorpione … brrrrrrrr.